TJW: Team-Jugendarbeit-Weimar, Weimar, Thüringen

Projekt: „Just Letters“

Das bewirken wir mit unserem Projekt: Kontraste zur Hochkultur durch eine lebendige Subkultur, Vielfalt und Partizipation junger Menschen!

Mit der Förderung der subkulturellen Jugendszenen in Weimar, insbesondere der Graffiti- und Hip-Hop-Szene, wird gleichermaßen auch ehrenamtliches Engagement sowie Partizipation und Selbstverwirklichung von jungen Menschen der Stadt Weimar befördert. Das „Just Letters“-Festival wurde erstmals 2020 durch Initiative junger Menschen aus der Szene ins Leben gerufen. Unter pädagogischer Begleitung von Streetwork erfahren sie, was es bedeutet, ein Projekt umzusetzen und an der Gestaltung der Angebotsstruktur beteiligt zu sein. Durch Organisation, gemeinsames Arbeiten und Konfliktlösung übernehmen sie Verantwortung und stehen für ihre Interessen ein. Auf diesem Wege haben junge Menschen die Möglichkeit, ihr Umfeld mitzubestimmen und identifizieren sich als fester Bestandteil ihrer Stadt. Darüber hinaus wird eine Plattform geschaffen, um insbesondere mit der Thematik „Graffiti – Kunst oder Störfaktor“ mit unterschiedlichen Akteur:innen ins Gespräch zu kommen.

Infos zum Verein: www.kindervereinigung-weimar.de

Das TJW ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Stiftung Dr. Georg Haar und der Kindervereinigung Weimar e.V. Beides sind anerkannte freie Träger der Jugendhilfe. Das TJW sieht sich als Sprachrohr und Anwalt für die Bedarfe und Interessen von Kindern und Jugendlichen und schafft vielfältige Angebote zur Förderung in ihrer Selbstverwirklichung und Persönlichkeitsentwicklung.

Zum Projekt: „Just Letters“

Das „Just Letters“-Festival findet in diesem Jahr zum 6. Mal statt und ist im Schulterschluss mit DJs, Breakdancing und Rap ein großes Hip-Hop-Event im öffentlichen Raum. In der Stadt Weimar, die von Hochkultur und Tourismus geprägt ist, soll es für Abwechslung im Freizeitangebot sorgen. Mit der temporären Bereitstellung legaler Flächen und kostenlosen Spraydosen bietet der Tag die Möglichkeit, sich kreativ zu entfalten und fördert das Bestehen der Szene. Unter professioneller Anleitung lernen Anfänger:innen in Workshops den Umgang mit der Sprühdose, so dass sich ausprobiert und entdeckt werden kann. Von der Veranstaltung erhoffen sich die jungen Organisator:innen und Angehörige der Graffiti-Szene eine höhere Akzeptanz und Anerkennung der weltweiten Kunstbewegung. „Der wachsenden Graffiti-Community wollen wir gemeinsam eine Plattform zur Sichtbarmachung bieten und zeigen, dass Graffiti mehr ist“, so das Festival-Team. Durch ungezwungene Begegnung verschiedener Interessengruppen wird ein Dialog gefördert und voneinander gelernt. „Graffiti ist eine facettenreiche und nicht-institutionelle Szene für ein tolerantes Miteinander und Inklusivität. Diese Werte wollen wir in den öffentlichen Raum tragen.